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Das Befahren der Pannenstreifen ist bei Verkehrsüberlastung nun möglich

Im 42. Bundesgesetz mit der 29. StVO-Novelle wurde am 12. Juli 2018 (§ 44d) vom Nationalrat beschlossen, dass das Befahren der  Pannenstreifen auf Autobahnen bei  Verkehrsüberlastung  möglich ist. 

Beispielgebend für das Befahren des Pannenstreifens für flüssigeren Verkehr sind andere europäische Länder wie Deutschland, Holland oder Großbritannien. Dort setzt man bereits seit längerem erfolgreich auf die Pannenstreifen-Freigabe bei Verkehrsüberlastung.

Als Strecke, auf der das zeitweilige Befahren des Pannenstreifens erlaubt werden darf, wird derzeit der Abschnitt zwischen km 4,16 und km 7,43 der Richtungsfahrbahn Staatsgrenze der A4 Ost Autobahn getestet. Für die A1 in Salzburg könnte die Regelung im Jahr 2021 in Kraft treten.

WICHTIG: Bei Stau ist weiterhin die Rettungsgasse zu bilden.


Beispiele Verkehrszeichen und Überkopftafeln

 

 

AUSZUG Bundesgesetzblatt:

 

"Pannenstreifenfreigabe

(1) Auf einer gemäß § 43 Abs. 3 lit. d verordneten Autobahnstrecke oder auf Teilen derselben dürfen Organe des Straßenerhalters das Befahren des Pannenstreifens erlauben (Pannenstreifenfreigabe), wenn

  • 1. eine Beeinträchtigung der Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs bereits eingetreten ist oder die Pannenstreifenfreigabe aufgrund der örtlichen oder verkehrsmäßigen Gegebenheiten nach dem Stand der Wissenschaft zur Aufrechterhaltung oder Förderung der Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs zweckmäßig und
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  • 2. das gefahrlose Befahren des Pannenstreifens möglich ist.
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  • (2) Eine Pannenstreifenfreigabe ist mittels Fahrstreifensignalisierung (§ 38 Abs. 10) anzuzeigen. § 38 Abs. 10 gilt mit der Maßgabe, dass die Zeichen auch nur über dem Pannenstreifen angebracht werden dürfen.
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  • (3) Randlinien gelten im Bereich und zu Zeiten einer Pannenstreifenfreigabe nicht als Sperrlinie und dürfen überfahren werden; dasselbe gilt für Sperrflächen im Zuge der Pannenstreifensignalisierung.
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  • (4) Der Straßenerhalter hat sicherzustellen, dass der Zeitpunkt und die Dauer der Anzeige selbsttätig durch das System aufgezeichnet werden; diese Aufzeichnungen sind entweder in elektronisch lesbarer Form zu speichern oder in Form von Ausdrucken aufzubewahren. Parteien im Sinne des § 8 AVG ist auf Verlangen ein Ausdruck der Aufzeichnungen oder eine Kopie des Ausdruckes auszufolgen."

3. § 46 Abs. 4 lit. d lautet:

"d) den Pannenstreifen zu befahren, ausgenommen mit Fahrzeugen des Straßendienstes, der Straßenaufsicht oder des Pannendienstes, in den Fällen des § 44d, im Zuge des Beschleunigens zum Zweck des Wiedereinordnens in den fließenden Verkehr, zwecks Bildung einer Rettungsgasse und sofern sich nicht aus Straßenverkehrszeichen oder Bodenmarkierungen etwas anderes ergibt,"

 

Brandneuer Eintrag18.07.2018 » Versenden » Einzelansicht