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Verkehrszeichen

 

Verkehrszeichen sind Teil der Straßenausrüstung, dienen der Verkehrsregelung und sind von der Behörde zu verordnen. Sie sind als Schilder aus festem Material herzustellen und so anzubringen, dass sie von den Lenkern herannahender Fahrzeuge leicht und rechtzeitig erkannt werden können. Geringfügige optische Anpassungen sind gestattet.

Als elektronische Anzeigevorrichtungen können sie abweichend (farbumgekehrt) dargestellt werden.

Verkehrszeichen werden rechts neben oder oberhalb der Fahrbahn angebracht. Manchmal stehen die Schilder auf beiden Seiten, in Ausnahmefällen ist das Anbringen auch nur auf der linken Seite zulässig.

Bei Baustellen können die Zeichen auch auf den Arbeitsfahrzeugen montiert sein.


Regelwerke

Bauart

CE-Kennzeichnung

Rückstrahlwirkung

Seiten- und Höhenabstände

Schrifthöhen

Aufstellung und Befestigung

Baustellenausführung



Regelwerke

Alle Verkehrszeichen sind in der Straßenverkehrsordnung 1960 (StVO. 1960) geregelt:

Größe, Form, Farbe, Symbole, Beschriftung, Rückstrahlwerte und Beschaffenheit schreibt die Straßenverkehrszeichenverordnung 1998 (StVZVO 1998) vor.

Weitere Vorgaben oder Bedingungen wie Schrifthöhe, Anbringung etc. sind in den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) standardisiert.



Bauart

Flache Verkehrszeichen (Abb. A) – Alu-Speziallegierung

Formline/C-Sigh/Alrond (Abb. B) – Alu-Speziallegierung mit Randverformung (dadurch höhere Stabilität als bei flachen Verkehrszeichen)

Alform (Abb. C) - Flache Verkehrszeichen und Großtafeln mit Umrandungsprofil verstärkt (je nach Flächenausmaß in Alform 1 bis 3)

Bauarten der Verkehrszeichen

 

Verkehrszeichen sind je nach Flächenausmaß in entsprechender Stärke zu verwenden. Die Rückseite muss blendfrei sein.



CE-Kennzeichnung

Seit 2013 ist eine CE-Kennzeichnung verpflichtend für:

Nicht CE-kennzeichnungspflichtig sind:

CE-Kennzeichnung ist die Garantie dafür, dass Produkte den vorgeschriebenen, qualitativen Grundanforderungen entsprechen. Aufkleber auf der Rückseite der Schilder weisen darauf hin.

CE-Kenzeichnung Aufkleber



Rückstrahlwirkung

Die zu verwendenden Reflexstoffe (retroreflektierende Folien) gliedern sich in:

Folie Typ 1 – für Bereiche mit geringer Nachtbeleuchtung, bei touristischer Hinweisbeschilderung und im ruhenden Verkehr

Folie Typ 2 – für den Einsatz von Überkopf- und Seitenbeschilderung. Verpflichtend für alle Gefahren- und Hinweiszeichen, die den Fußgängerverkehr und Bahnübergänge regeln sowie für Verkehrszeichen nach

Folie Typ 3 – für den Einsatz von Überkopf- und Seitenbeschilderung (bei hell erleuchtetem Umfeld)



Seiten- und Höhenabstände

 

Seiten- und Höhenabstände



Schrifthöhen

Wegweiser

km/h Wegweiser Vorwegweiser
Mindesthöhe
Vorwegweiser
Empfohlene Höhe
<= 30 105 mm 105 mm 126 mm
31 - 50 126 mm 126 mm 140 mm
51 - 80 140 mm 140 mm 175 mm
81 - 100 175 mm 175 mm 210 mm
> 100   210 mm 280 mm

 

Zusatztafeln

Ruhender Verkehr und Radfahrer 50 mm
Fließverkehr 75 mm



Aufstellung und Befestigung

Dafür sind Rohrsteher und –rahmen, Träger oder Überkopfkonstruktionen sowie Laschen in unterschiedlichen Ausführungen (je nach Bauart des Verkehrszeichens) entsprechend ihrem Einsatzort heranzuziehen. Ein Durchbohren der Folie bei folienbelegten Schildern ist zu vermeiden.

Die Bemessung der Verkehrszeichen, Verkehrszeichensteher und Befestigungsmechanismen sind entsprechend ihrem Eigengewicht sowie der Wind- und Schneedruckbelastung durchzuführen.

 

Bemessungsformeln



Baustellenausführung

Verkehrszeichen, die für den Baustellenbetrieb eingesetzt werden, unterliegen nicht der CE-Kennzeichnungspflicht, sie müssen jedoch den gesetzlichen Bestimmungen für Rückstrahlwerte, Farben und Symbole entsprechen!